Beispiel 9:

 Dimension: Glaubwürdigkeit durch Clubkultur 

1. FC Union Berlin vs. RB Leipzig:

RB Leipzig engagiert sich sozial bei einer Vielzahl an Projekten, insbesondere unter der Ägide des langjährigen Sportdirektors Ralf Rangnick, der z. B. als Schirmherr eines Projekts mit der Leipziger Kinderklinik in Erscheinung trat. Mit seinem Weggang aus Leipzig verliert RB ein Gesicht des sozialen Engagements. Die Profispieler sind zwar auch in Aktionen eingebunden, allerdings fehlt ihnen für eine glaubwürdige und nachhaltige Clubkultur die eigene Motivation für gesellschaftliches Handeln. Der Verein muss noch die Fragen klären: Was liegt den RB-Profis am Herzen, wofür möchten sich Fans und Mitarbeiter engagieren?

Beim 1. FC Union ist das gesellschaftliche Engagement fest in den Grundwerten verankert. Die Clubkultur lebt von einer starken Bindung an die eigenen Fans und das soziale Verständnis der Anhängerschaft prägt wiederum das Handeln des Vereins:

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise verzichtete Union auf den Bau eines Fanhauses und machte es stattdessen zu einer Flüchtlingsunterkunft. Weil die Tochter von Ex-Spieler Martin Dausch an einer seltenen Augenkrankheit leidet, starteten die Berliner das Projekt „Gemeinsam sehen – Union leben“. Als glaubwürdige Haltung von der Vereinsspitze bis zur Basis dient das gesellschaftliche Engagement von Identifikationsfiguren im Profikader: Michael Parensen, seit zehn Jahren im Verein, ist beispielsweise Mitglied des Stiftungsrates der Union-Stiftung und Neuzugang Neven Subotic betreibt seine eigene Stiftung und sagt: „Soziales Engagement heißt nicht, dass man einmal im Jahr ins Krankenhaus geht und einen Teddybären verschenkt“.

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 CSR von innen nach auSSen 

 CSR von oben nach unten 

Quellen: